Wenn es um kritische Nachfragen geht, agiert das Unternehmen Facebook bei aller simulierten Transparenz in der Regel so offen wie ein Waffenhändler. Zahlen zu den neuen ausgelagerten Support-Mitarbeitern bei Arvato gibt es nicht, nur eine Spiegel-Meldung, in der von einer dreistelligen Zahl die Rede ist. Was alles zwischen 111 und 999 sein kann. Auch vorher, als die Support-Mitarbeiter noch in Dublin und anderswo saßen, hütete Facebook die Antwort auf diese Frage wie ein großes Staatsgeheimnis. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Zahl der Support-Mitarbeiter für Deutschland aber sehr klein, denn sonst würde man doch transparenter darüber sprechen können.
Auf einer Pressekonferenz zu der neuen Counterspeech-Initiative wurde die Chef-Facebook-Lobbyistin für Deutschland, Eva-Maria Kirschsieper, wieder mit dieser Frage von einem Journalisten konfrontiert. Und wollte wieder nicht darauf antworten. Neben ihr saß Smudo von den Fantastischen Vier auf dem Podium, der ihr Rumeiern mit „Sie laufen hier gerade herum wie eine Kakerlake, wenn das Licht angeht.“ kommentierte.
Wer eine Facebook-Lobbyistin mal stottern sehen will, wird in diesem Video von Zapp fündig:
Zapp hat zu der Thematik auch einen eigenen Beitrag gesendet: Facebook: freundlich aber verschlossen.
Facebook verdient mit der Offenheit seiner Nutzer Geld verdient, lässt in eigener Sache Neugierige konsequent abblitzen, derzeit vor allem beim Umgang mit Hass-Kommentaren.
